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03. 12. 2016
Sonderausstellung Schlossmuseum Arnstadt: erfunden. erforscht. gebaut.
Geschrieben von Detlef Tonn   
18. 11. 2016
Forscher- & Erfindergeist(er) gestern und heute

Sonderausstellung im Dachgeschoss (neben der Dauerausstellung zu Joh.Seb.Bach)   12.11.2016 - 23.04.2017

Arnstadt Schlossmuseum 2016
Arnstadt Schlossmuseum zur Sonderausstellung im
November 2016

Gemeinschaftsprojekt zwischen dem GoetheStadtmuseum Ilmenau, der TU Bergakademie Freiberg u.a.
Im Mittelpunkt stehen Natur- und Geisteswissenschaftler aus drei Jahrhunderten, die in ihrem Leben eng mit Arnstadt verbunden waren. Anliegen ist es, diese Persönlichkeiten und ihre Verdienste für die Wissenschaft wieder oder stärker ins Bewusstsein der heutigen Generationen zu bringen. Von den insgesamt 31 genannten Forschern werden – auch aufgrund der eingeschränkten Räumlichkeiten – immerhin 15 näher vorgestellt, wobei Exponate aus dem hauseigenen Fundus durch Leihgaben ergänzt wurden:

  • Geograph und Historiker Johann Gottfried Gregorii (Pseudonym Melissantes) (1685–1770), ab 1706 in Arnstadt, von 1733 bis zu seinem Tod war er Pfarrer an der Traukirche von Bach in Dornheim
  • Botaniker-Arzt, Pflanzenmaler Johann Heinrich Tiemeroth d.J. (Erfurt 1699-1768 Arnstadt), von 1735 bis zu seinem Tod in Arnstadt, abgesehen von einem Kurzaufenthalt 1737 in Potsdam. Gezeigt werden vier Original-Folioblätter mit Pflanzendarstellungen (u.a. Orchidee Frauenschuh), Leihgabe des Naturhistorischen Museums Residenzschloss Heidecksburg Rudolstadt.
  • Naturwissenschaftler und Mineraloge Johann Heinrich Lorenz von Pansner (1777 Arnstadt -1851)
  • Philologe und verdienstvoller Arnstädter Heimat- und Naturforscher Dr. Bruno Caemmerer, 1875 an das Arnstädter Gymnasium berufen, sowie sein Sohn, der Prähistoriker Dr. Erich Caemmerer (Arnstadt 1884-?)
  • Hugo Jung u. Geologe und Mikropaläontologe Adolf Franke (Ettischleben 1860-1942 Sondershausen), 1880-85 Lehrer in Arnstadt, ging dann weg, zog 1925 als Ruheständler wieder nach Arnstadt zurück, Spezialgebiet: Foraminiferen und darin Wegbereiter in Deutschland. Ehrung zum 80. Geburtstag: "Dr. Franke-Aussichtsplatz" (Frankebank) auf dem Alteburgplateau mit Blick ins Jonastal. Seine Grabstätte befindet sich auf dem Arnstädter Hauptfriedhof.
  • Mineraloge und Entomologe Arnold Bergmann. Spezialgebiet: Thüringer Großschmetterlinge. Seine Schmetterlingssammlung befindet sich heute an der Humboldt Universität Berlin.
  • Ernst Schmidt, von 1920 bis 1946 und ab 1950 in Arnstadt Lehrer. Legte Sammlungen von Moosen, Flechten, Zikaden und Wanzen aus Thüringen an. Sein Erbe kam in das Phyletische Museum Jena.
  • Bodenkundler und Forstwissenschaftler Emil Ramman (Gut Dorotheenthal in Oberndorf bei Arnstadt 1851-1926 München), ordnete und vollendete nach dem Tod seines Vaters dessen Werk über Schmetterlinge.
  • Geowissenschaftler, Glaziologe und Polarforscher Ernst Sorge (Vieselbach 1899-1946 Arnstadt), verstarb einige Monate nach der Entlassung aus der Kriegsgefangenschaft.
  • Lehrer Karl  Schumann, 1936 Berufung zum ersten Naturschutzbeauftragten für den damaligen Landkreis Arnstadt
  • Botaniker und Bryologe Bernhard  Krahmer (1858-1927), seine botanischen Sammlungen, insbesondere der Moose und Flechten der Arnstädter Region gingen in den Bestand des Naturkundemuseums Erfurt über.
  • Tiermediziner, Pathologe und Parasitologe Dr. Wilhelm Nöller (Großliebringen 1890-1964 Schleusingerneundorf), 1933 aus  politischen Gründen in den Ruhestand versetzt, lebte er in Stadtilm und war in dieser Region als praktischer Tierarzt tätig. Er vereitelte 1945 die Sprengung des Eisenbahnviadukts in Stadtilm.

Angeboten werden begleitend sechs Ausstellungsgespräche mit Wissenschaftlern, Autoren oder Kuratoren, die sich besonders Johann Gottfried Gregorii (Melissantes), Lorenz von Pansner, Ernst  Sorge sowie Gustav  und  Emil  Ramann. widmen werden.
Näheres auf dem Flyer zur Sonderausstellung
Zur Ausstellung ist ein Begleitbuch erschienen beim Sutton Verlag: Schloßmuseum Arnstadt (Hg.): Forscher- und Erfindergeist aus Arnstadt. Erfunden - erforscht – gebaut. 128 S., ca. 70 Abb.

Übrigens Stichwort „gebaut“ im Ausstellungstitel: Der gesamte Nordflügel des Museums ist für längere Zeit Baustelle. Notwendige grundlegende Sanierungsarbeiten müssen in den nächsten Jahren durchgeführt werden, gesprochen wird von bis zu 15 Jahren, in denen sich das Haus mit einer deutlich eingeschränkten Ausstellungsfläche begnügen muss. Die abgeputzten Fassadenbereiche werden derweil komplett mit Plane und passender Illusionsmalerei kaschiert. Aus gemalten geöffneten Fenstern blicken bekannte "Arnschter" Persönlichkeiten freundlich herunter.

Letzte Aktualisierung ( 21. 11. 2016 )
 
Sonderausstellung Museum der Natur Gotha: Tiere des Jahres 2016
Geschrieben von Detlef Tonn   
11. 04. 2016
Sonderausstellung im Museum der Natur Gotha, Schlotheim-Kabinett vom 17. 4. 2016 bis 30.12. 2016
Basstölpel
Seevogel 2016: BasstölpelFoto: Ronald Bellstedt
Tiere des Jahres 2016

Seit 1971 wählen Naturschutz- und Umweltverbände alljährlich Tiere, Pflanzen und Lebensräume des Jahres, um auf deren besondere Gefährdung hinzuweisen.

Im Rahmen dieser Sonderausstellung stellt das Museum der Natur Gotha folgende 11 Tiere des Jahres 2016 vor:

  • Vogel: Stieglitz, auch Distelfink genannt. Der farbenprächtiger Singvogel, zwar in Thüringen mit etwa 40.000 Brutpaaren noch weit verbreitet und relativ häufig, doch der langjährige Bestandstrend dieser Art ist negativ! Eine Ursache liegt darin, dass die  Nahrungsquellen - blütenreiche Acker- und Gewässersäume sowie Wegränder mit samenreichen Wildkräutern und Stauden - in unserer intensiv genutzte Kulturlandschaft  immer seltener werden.
  • Wildtier: Feldhamster
  • Lurch: Feuersalamander
  • Fisch: Hecht
  • Insekt: Dunkelbrauner Kugelspringer. Das winzige, auch nicht seltene Urinsekt bewirkt die Verbesserung der Waldböden und steht daher symbolisch für die Gesundheit des Bodens. Sein Name bezieht sich auf eine Sprunggabel am Körperende, die bei Gefahr für ein schnelles Entkommen sorgt.
  • Libelle: Gemeine Binsenjungfer
  • Schmetterling: Stachelbeerspanner
  • Wildbiene: Waldhummel
  • Weichtier: Große Erbsenmuschel
  • Höhlentier: Höhlenlangbein. Es gehört zu den Weberknechten und steht für eine große Zahl an Tierarten, die auf geschützte und frostfreie Rückzugsorte unter Tage angewiesen sind (Stichwort Fledermäuse).
  • Seevogel: Basstölpel (siehe Ausstellungsflyer)

Gotha, Museum der Natur

Letzte Aktualisierung ( 04. 10. 2016 )
 
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